Unten im Tal rauscht der Fluss und trotz des prasselnden Hagels singen die Vögel in den dunklen Baumwipfeln. Ein Lächeln stiehlt sich in mein Gesicht. Ich habe es geschaft. Ich bin auf dem Weg!
Und so stehe ich jetzt auf Stuffe 223 und blicke hoch zur Kyburg, die dunkel über mir aus dem Wald aufragt.
Als meine Beine zitternd die letzte der 460 Stuffen erklimmen klopft mein Herz laut vor Freude und Anstrengung. Ich suche nach einem ruhigen geschützten Plätzchen für mein Mittagessen. Ich will alleine sein und mich nicht in eine stickige Wirtsstube setzten. Der Hagel hat einem leichten Nieselregen Platz gemacht. Ich wandere über die sanften grünen Hügel und Felder. Da sehe ich ihn. Am Waldrand steht ein hoher Jägerstuhl, fast verborgen in den Bäumen. Ein trockenes Plätzchen! Ich eile hin und erklimme mit meiner schweren Last auf dem Rücken die feuchten Holzstuffen. Ich schiebe den blauen Regenschutz von meinem orangen Rucksack und krame mein Brötchen hervor. Gemütlich sitze ich in der Höhe und blicke über das Land. Plötzlich rüttelt ein Windstoss an meinem kleinen Nest und die Bäume beginnen zu rauschen. Staunend betrachte ich wie die ersten Schneeflocken um mich her tanzen. Immer stärker bläst der Wind und ich spüre wie meine Hände taub werden. Schnell packe ich alles zusammen und schnalle mein oranges Monster auf den Rücken. Ich kralle meine Finger in das nun eisige Holz der Stuffen, während die Schneeflocken wild um mich herum wirbeln. Jetzt nur nicht loslassen und abrutschen. Unten angekommen renne ich durch den Matsch in den schützenden Wald.

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